Von der Idee bis zum fertigen Produkt — warum ich ein Budget-Tool für Familien gebaut habe, was mich an bestehenden Apps stört und warum 10 Minuten im Monat reichen.
Die Idee
Die Idee zu BudgetHeld ist letztes Jahr entstanden. Ich arbeite seit Jahren mit Familien an ihren Finanzen — über MoneyTalk, über YouTube, im persönlichen Gespräch. Und dabei sehe ich immer wieder das Gleiche:
Die meisten wissen was sie verdienen. Aber nicht, wofür es draufgeht.
Wenn sie sich dann Hilfe suchen, landen sie bei Ausgabentrackern. Apps die dir sagen, wo dein Geld war — nachdem es weg ist. Das ist ein Rückspiegel, kein Lenkrad.
Das Problem mit der 50-30-20-Regel
Viele Finanzberater empfehlen die 50-30-20-Regel: 50% für Bedürfnisse, 30% für Wünsche, 20% für Sparen. Klingt einfach.
Aber: 50% für Bedürfnisse? In Wien, München oder Zürich bist du mit Miete, Lebensmitteln und Auto schnell bei 60–70%. Die Regel wurde in den USA entwickelt, wo Lebenshaltungskosten anders verteilt sind.
Dazu kommt: die Trennung in Bedürfnisse und Wünsche ist in der Praxis kaum möglich. Ist das Auto ein Bedürfnis oder ein Wunsch? Kommt drauf an ob du am Land oder in der Stadt wohnst. Ist Netflix ein Wunsch? Oder das einzige Entertainment das sich eine junge Familie leistet?
Oft sind Wünsche echte Bedürfnisse — und umgekehrt. Ein starres Konstrukt mit drei Kategorien kann das nicht abbilden.
Der BudgetHeld-Ansatz: ein Hybrid
BudgetHeld ist im Endeffekt ein Hybrid aus zwei Methoden:
Von Zero-Based-Budgeting nehmen wir das Ziel: jedem Euro sagen was er tun soll. Am Ende des Monats steht null — nicht weil nichts übrig ist, sondern weil alles bewusst verteilt ist.
Vom Conscious Spending Plan nehmen wir die Flexibilität: keine starren Prozent-Regeln, sondern gezielte Sektionen die sich an dein Leben anpassen. Und Guilt Free — ein festes Budget für Spaß, ohne schlechtes Gewissen.
Unser eigener Twist: der Aufwand. Einmal im Monat 10 Minuten, der Rest läuft. Es geht nicht um maximale Kontrolle — sondern um Bewusstsein und Automatisierung.
Viel einfacher ist es, sich einmal im Monat mit dem Partner an einen Tisch zu setzen, den Laptop aufzumachen und über die Zahlen zu sprechen. Genau dafür ist BudgetHeld gebaut.
Was BudgetHeld kann
- Monatsbudget — Einnahmen, Wohnen, Auto, Sonstiges, Geben, Sparen, Guilt Free, Investieren. Alles auf einer Seite.
- Finanzpolster-Tracker — wir nennen es bewusst nicht Notgroschen, weil die Worte irgendwann real werden. Es ist keine Not, sondern Vorsorge. Du siehst deinen Fortschritt auf einen Blick.
- Sparquote — deine Sparquote sagt mehr über dich aus als dein Gehalt. Sie ist die wichtigste Kennzahl für deinen finanziellen Erfolg.
- 5 Finanzrechner — Zinseszins, Kredit, Stundenlohn, Hypothek, Ruhestand.
- Finanzwissen — 29 Begriffe einfach erklärt. Von ETF-Sparplan bis Kindergeld, von Diversifikation bis Tilgungsrate.
Was BudgetHeld nicht ist
- Kein Ausgabentracker. Du tippst keine Kassenbons ab.
- Kein Bank-Import. Die manuelle Eingabe ist kein Bug, sondern das Feature — weil du dich dabei aktiv mit deinen Finanzen auseinandersetzt.
- Kein Premium-Produkt. BudgetHeld ist kostenlos. Kein Abo, keine versteckten Kosten.
Warum jetzt?
Inflation ist den meisten Menschen erst durch die Zinserhöhungen in der Folge von Corona wirklich bewusst geworden. Seither spüren wir alle die Teuerung. Genau deshalb ist es wichtiger denn je, einen Überblick über die eigenen Finanzen zu haben.
Das Geld das du heute auf die Seite legst, bringt dir in ein paar Jahren mehr Ertrag als du dir heute vorstellen kannst. Aber der größte Fehler ist nie damit zu beginnen.
Wenn ich heute zu meinem 20-jährigen Ich zurückkönnte, würde ich sagen: David, schau nicht nach, sondern mach es einfach.
Ausprobieren
BudgetHeld ist in der Beta-Phase — kostenlos, offen für Feedback.
Du brauchst nur deine E-Mail. Kein Passwort, kein Schnickschnack.
Wenn du Fragen hast oder Feedback geben willst — schreib mir direkt auf der Seite oder antworte auf diesen Beitrag.


